Zehntklässler der Montfort-Realschule werden für ihren kreativen Beitrag zum 100. Geburtstag des Mundartdichters Gerhard Jung ausgezeichnet. Ministerpräsident Cem Özdemir überreicht den Preis persönlich.
Zell im Wiesental/Oberkirch. Große Freude bei der Montfort-Realschule Zell im Wiesental: Die Zehntklässler Carlo Baldassare, Lynn Schöne und Hannah Hanke wurden am Samstag, 10. Oktober 2026, in Oberkirch in der Ortenau mit dem Landespreis für Dialekt Baden-Württemberg ausgezeichnet. Den Anerkennungspreis in der Kategorie „Junge Generation“ überreichte Ministerpräsident Cem Özdemir den Jugendlichen persönlich auf der Bühne. Verliehen wird die Auszeichnung vom Dachverband der Dialekte Baden-Württemberg.
Anlass für den Wettbewerbsbeitrag war der 100. Geburtstag des Zeller Mundartdichters und Ehrenbürgers Gerhard Jung, den die Stadt Zell im Wiesental in diesem Jahr würdigte. Die drei Jugendlichen beschäftigten sich mit Jungs Gedicht „2022“, das der Dichter bereits 1978 verfasst hatte. Darin entwarf er seine Vorstellungen davon, wie sich das Leben und die Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten verändern könnten.
Fast ein halbes Jahrhundert später nahmen die Schülerinnen und Schüler diese Zukunftsvisionen unter die Lupe. Welche Entwicklungen hatte Gerhard Jung erstaunlich treffend vorausgesehen? Welche seiner Vorstellungen haben sich nicht bewahrheitet? Und in welchen Bereichen hat sich die Welt ganz anders entwickelt, als es sich der Dichter damals ausgemalt hatte?
Ihre Überlegungen setzten die Jugendlichen in einem Video um, in dem sie sich auf Alemannisch mit den Zukunftsgedanken des Dichters auseinandersetzten. Unterstützt wurden sie dabei von ihren Lehrern Marius Lais und Dr. Timo Weber, die den Beitrag gemeinsam mit ihnen erarbeiteten, einstudierten und schließlich beim Wettbewerb einreichten.
Zur feierlichen Preisverleihung in Oberkirch reisten die drei Jugendlichen gemeinsam mit ihren Lehrern sowie Schulleiterin Renate Metzler an. Die persönliche Übergabe der Auszeichnung durch Ministerpräsident Cem Özdemir bildete dabei einen besonderen Höhepunkt.
An der Montfort-Realschule hat das Alemannische seinen festen Platz und wird als wertvoller Bestandteil der sprachlichen und kulturellen Heimat der Schülerinnen und Schüler wahrgenommen. Mit Projekten und der Teilnahme an Mundartwettbewerben fördert die Schule die Auseinandersetzung mit dem regionalen Zungenschlag des Wiesentals.
Bild: Montfort-Realschule Zell
Text: wb









